Freitag, 25. September 2009
Tag und Nacht
Die sanfte Schwere, die die Klinge in den Puls drückt.

Ich träume, tagträume diesen Moment.

Obwohl alle anderen Träume zerplatzten wie Seifenblasen.

Und kann nicht aufhören zu leben.

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Mittwoch, 9. September 2009
Ein guter Rat
Morgen noch. Weitersehen.

Nicht aus dem Film gehen. Den Abspann abwarten. Den Abspann dieses Alptraums.

Vielleicht geschieht ein Wunder.

Achwas.

Klarheit, dann und wann. Wie sehr man sich langweilt hat zum Beispiel. Wie diese Müdigkeit dazu führte, den rastlosen Geist in schöne Träume zu betten.

Träume. Von J., der vor Jahren so viele Fragen offen ließ. Von all den Geschichten. Die ohne Ende und ohne Anfang waren.

Spielerei. Und dabei so vieles verspielt. So viel Wertvolles.

Man möchte dieses Leben auf eine Goldwaage legen. Sehen, ob sie sich auch nur einen Millimeter nach Irgendwo neigt.

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Samstag, 5. September 2009
Einsamkeit reloaded
Ich bin der Satellit. Der sendet binäre Codes. Ans Ende des Alls. Wo ich dich vermute.

Doch -

Du hörst siehst fühlst mich nicht. Und lähmst meinen Willen. Meine Zunge meine Finger.

Seit sechs Wochen. Nur ein einziges Zeichen, neutral.

Ich glaub du kommst nicht mehr.

Und dann? Will ich nicht mehr.

Leben.

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Freitag, 28. August 2009
Lauschgift
Du ließest mich glühen.

Kennst meinen Brennpunkt.

Bist meine Achsenspiegelung, mir Bewusstsein.

Klar. Scharf. Pur.

Ich fürchte, du hast mich belauscht.

Beim Geständnis in den Schilf.

Dass ich dich liebe. Immerzu.

Auch ohne dich.

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Freitag, 31. Juli 2009
verkatert
Du bist mein Rauschgift. Mein Wundertäter. Medizinmann und Erlöser. Mit Nebenwirkungen.

Die Tage nach deiner Anwesenheit schmerzhaft. Die Räume in mir, Leerstand, hallen hönisch.

cold turkey.

Kindisch der Gedanke: Ich will zurück zu dir. Du sollst bei mir bleiben.

Wochen dauert es, der Sehnsucht die Reißwolfzähne zu ziehen.
Monate, in denen ich mich ergötze am Gedanken eines Wiedersehens.

Wir schreiben Geschichte. Oder vielmehr: ich. Die der unerfüllten Liebe. Eine Tragikkomödie.
Bitter und zynisch. Aber ehrlich wie nackte Haut. Wie Abschürfungen und Narben.

Eines Tages wird es mir das Genick brechen. Oder dir oder uns beiden?

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Montag, 18. Mai 2009
ach
du.

Wir zwei am See. Das klingt geheimnisvoll. Und wundervoll.

Aber ich werde nicht kommen. Ich kann doch nicht so ausgeschlossen all den anderen beim Fröhlichsein zusehen.

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Samstag, 16. Mai 2009
Unoriginelles
Ich weiß, ich bin nicht originell. Menschen haben mir nichts zu sagen. Auch ich weiß oft nicht, wie ich zu ihnen durchdringen kann. Mir fehlt mein Lachen, das ich einmal hatte. Strahlen kann man wohl nur so. Keine Ausstrahlung, das ist es wohl. Man ist unsichtbar so.

Ich habe Jahre darauf gewartet, dass mein Leben anfängt. Aber da kann ich wohl lange warten. Man strickt sich seinen Käfig, aus dem man irgendwann nicht mehr ausbrechen kann.

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Mittwoch, 13. Mai 2009
Moaning
Sitze unter gelbem Mohn. Und warte, dass die Zeit vergeht.

Du bist überall. Ich trage dich auf meiner Linse. Augapfel, den ich nicht hüten muss.

Dein Gesicht in all den fremden. Dein Lächeln in all den ernsten Mienen.

Frage mich. Ob das für immer bleibt. Was soviele Jahre währt.

Werd ich dir treu bleiben? Ich, die ich deine Untreue bin?

Fast ist es, als seist du gestorben. Nur weil du so lebendig in mir bist.

Kann nicht schlafen. Nicht mit einem anderen schlafen. Das ist es, was du mich lehrtest: Exklusivität. Das, was du selbst nie bist.

Es wäre doch Wahnsinn, das zu verschenken. Es ist doch Wahnsinn, sich zu verschenken.

Gelber Mohn. Er weht im Wind. Keiner wird kommen, ihn zu einem festen Strauß zu binden.

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Donnerstag, 16. April 2009
Auferstehung
Nachts um drei. Am pechschwarzen Wasser.

Da bist du wieder. Zärtlichkeit wie sanftes Mondlicht fließt über mein Herz.

Das kurze Glück. Hinein mischt sich Begehren.

Du bist alles, was mir fehlt. Für diesen Moment.

Für dich: ohne Bedeutung. Dein Sehnen: Spielerei.

Für mich: Lebendigkeit, Leben. Meine Sehnsucht: abgrundtief.

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Samstag, 11. April 2009
auf Wiedersehen
Jemand möchte mich wiedersehen. Eventuell, eventgebunden.

Er ist schon 38, mit leichtem Silberblick und ersten grauen Fäden in den Haaren. Kolkrabenschwarz sind die, dazu smaragdgrünblaue Augen.

Er ist nicht schön. Er ist anziehend. So fernab jeglicher Mustermänner: kein Sportskerl, kein Jeanstyp, kein geschniegelter Macher entzieht er sich jeglicher Beschreibung, ohne ihr zu spotten.

Er ist gar nichts, ohne faktisch nichts oder lächerlich zu sein. Mein Zwillingsbruder? Mein Soulmate? Oder auch nur eine versprengte Existenz, die immer einsam bleiben wird?

Selbst zu zweit einsam zu sein erscheint mir heute eine wünschenswerte Option.

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