Donnerstag, 30. Juli 2009
100
Da bist du. Mein Herz steht still.

Ohne ein Zögern die Arme umeinander geschlungen. Die Hände gesucht. Die, suchend, verteilen zärtlichste Berührung. Verteilen dich auf meine Haut. Warm.

Wir sinken an Ort und Stelle. Wir versinken.

Deine Iris mit der Sogkraft der Sirenen. Auch du wendest den Blick nicht ab. Pupille, ein Abwärtstrudel, marianengrabentief.

Nichts wichtiger als Gesichter. Du siehst mich. Ich erkenne dich.

Die Körper, später. Respektvoll, denn: zuerst du, zuerst ich.

Wir halten den Atem an. Nicht die Zeit.

Kurz darauf bin ich wieder was ich war: reine Schwerkraft.

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Montag, 18. Mai 2009
ach
du.

Wir zwei am See. Das klingt geheimnisvoll. Und wundervoll.

Aber ich werde nicht kommen. Ich kann doch nicht so ausgeschlossen all den anderen beim Fröhlichsein zusehen.

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Samstag, 16. Mai 2009
Unoriginelles
Ich weiß, ich bin nicht originell. Menschen haben mir nichts zu sagen. Auch ich weiß oft nicht, wie ich zu ihnen durchdringen kann. Mir fehlt mein Lachen, das ich einmal hatte. Strahlen kann man wohl nur so. Keine Ausstrahlung, das ist es wohl. Man ist unsichtbar so.

Ich habe Jahre darauf gewartet, dass mein Leben anfängt. Aber da kann ich wohl lange warten. Man strickt sich seinen Käfig, aus dem man irgendwann nicht mehr ausbrechen kann.

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