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Dienstag, 23. September 2008
getraumfängert
glasscherbenviertel, 14:40h
Immer, wenn ich mich verliebe, träume ich vom einem Mann, dem ich einmal ein ganzes Jahr geopfert habe.
Vollkommener Blödsinn, rückblickend. Aber damals: vollkommene Zwangshandlung. So wie mit dem Pullover an einem rostige Nagel hängenbleiben und anstatt freizukommen nur immer neue Schlaufen ziehen. Manchmal ist das so. Und du kannst nicht viel dagegen tun.
Und nie kriege ich ihn. Im Traum.
Hab ich ja auch nie gehabt. Im Leben.
Schlechtes Omen?!
Vollkommener Blödsinn, rückblickend. Aber damals: vollkommene Zwangshandlung. So wie mit dem Pullover an einem rostige Nagel hängenbleiben und anstatt freizukommen nur immer neue Schlaufen ziehen. Manchmal ist das so. Und du kannst nicht viel dagegen tun.
Und nie kriege ich ihn. Im Traum.
Hab ich ja auch nie gehabt. Im Leben.
Schlechtes Omen?!
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gekapert
glasscherbenviertel, 02:56h
das Herz. Ganz plötzlich. Und sofort kommt die Furcht.
Angst, ihm auf den Wecker zu fallen.
Überhaupt: der will mich gar nicht. Den darf ich nicht mal wollen. Er hat es schon kapiert: Rückzug, aber freundlich.
Aber:
Er ist so angenehm. Der Cashmirpullover in der Winterkollektion.
Ich habe Kaufrausch.
Ich habe Saufrausch.
Ich will ihm seine altmodische Brille vom Gesicht ziehen und die spröden Lippen auf seine unschuldigen Wangen drücken.
Angst, ihm auf den Wecker zu fallen.
Überhaupt: der will mich gar nicht. Den darf ich nicht mal wollen. Er hat es schon kapiert: Rückzug, aber freundlich.
Aber:
Er ist so angenehm. Der Cashmirpullover in der Winterkollektion.
Ich habe Kaufrausch.
Ich habe Saufrausch.
Ich will ihm seine altmodische Brille vom Gesicht ziehen und die spröden Lippen auf seine unschuldigen Wangen drücken.
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Samstag, 20. September 2008
Samstag morgen
glasscherbenviertel, 13:06h
Kleiner weiße Hund ohne Leine springt über Straße, ich denke wohl, er ist herrenlos. Die Freiheit wird ihm Verhängnis werden, mit dem nächsten Auto oder eins später.
Stimme aus dem Telefonhörer tropfend stehe ich am freundlichen Fenster, die Stadt zu Füßen, irgendwo. Herrenlos seit Jahren, die nächste Stadt wird Verhängnis mir werden, oder die danach.
Stimme aus dem Telefonhörer tropfend stehe ich am freundlichen Fenster, die Stadt zu Füßen, irgendwo. Herrenlos seit Jahren, die nächste Stadt wird Verhängnis mir werden, oder die danach.
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Sonntag, 14. September 2008
Angekommen
glasscherbenviertel, 03:07h
Verbeult, mit blauen Flecken schaut es mich an, mein Leben und grinst mir windschief zu: große Kollision, ma Grande Dame. Aber wir sind noch da.
Drei Orte in einem halben Jahr. Man könnte meinen, wir seien fahnenflüchtig. Wohl eher von allen guten Geistern verlassen.
Von den Dämonen dafür aber auch.
Festgestellt: wir brauchen was Handfestes. Ein fester Händedruck allein ist schön, aber nicht ganz befriedigend.
Drei Orte in einem halben Jahr. Man könnte meinen, wir seien fahnenflüchtig. Wohl eher von allen guten Geistern verlassen.
Von den Dämonen dafür aber auch.
Festgestellt: wir brauchen was Handfestes. Ein fester Händedruck allein ist schön, aber nicht ganz befriedigend.
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