Mittwoch, 13. Mai 2009
Moaning
Sitze unter gelbem Mohn. Und warte, dass die Zeit vergeht.

Du bist überall. Ich trage dich auf meiner Linse. Augapfel, den ich nicht hüten muss.

Dein Gesicht in all den fremden. Dein Lächeln in all den ernsten Mienen.

Frage mich. Ob das für immer bleibt. Was soviele Jahre währt.

Werd ich dir treu bleiben? Ich, die ich deine Untreue bin?

Fast ist es, als seist du gestorben. Nur weil du so lebendig in mir bist.

Kann nicht schlafen. Nicht mit einem anderen schlafen. Das ist es, was du mich lehrtest: Exklusivität. Das, was du selbst nie bist.

Es wäre doch Wahnsinn, das zu verschenken. Es ist doch Wahnsinn, sich zu verschenken.

Gelber Mohn. Er weht im Wind. Keiner wird kommen, ihn zu einem festen Strauß zu binden.

... comment